Kirchbauverein

 

Die Handwerker sind wieder abgezogen

Bevor es mit der Plattierung links von der Kirche anfing, konnten wir uns kaum vorstellen, welcher Aufwand damit verbunden war. Die Baufirma Ryba rückte mit zwei Bauwagen, Bagger, Kompaktierer und einer Reihe von Absperrungen an. Sie baggerten den alten Weg aus und schafften Unmengen von Bauschutt fort. Dann lieferten sie einige Wagenladungen Schotter und Sand, und dann Paletten mit Wegeplatten. Beim Baggern kamen Abflussrohre von der Dachrinne und die Erdungen vom Blitzableiter zum Vorschein.

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Aber die größte Überraschung war, dass mitten auf dem Weg ein Inspektionsschacht von der Kanalisation auftauchte. Seit Jahrzehnten war er unter dem Plattenweg versteckt. Beim Öffnen des Schachts entdeckten wir Schäden im Betonbett, und die Tritte an der Seite waren komplett weggerostet. Natürlich musste auch dieser Schacht repariert werden. Heute ist er oben sichtbar und zugänglich.

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Nun ist der Weg zum Gemeindesaal wunderbar plan und birgt keine Stolperfallen mehr. Er ist sehr gut begehbar, auch mit Rollstuhl oder Rollator. Statt bisher einer haben wir jetzt vier Leuchten am Wegrand.

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Die nächste große Baustelle war die Treppe zum Kircheneingang. Die Natursteinplatten wurden vorsichtig aus dem mittlerweile lockeren Verbund gelöst und auf der Seite zwischengelagert. Auch hierbei kam der Bagger zum Einsatz. Als die Treppe demontiert war, sahen wir, wie marode das Fundament darunter war. Das war der Grund, warum die Stufen langsam aber sicher nach unten wegrutschten. Die Lücken zwischen den Stufen wurden immer größer.

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Es ging nicht anders, als dass die Fundamentreste alle entfernt und ein solides, neues Fundament aus Stampfbeton gegossen werden musste. Das hat noch erhebliche Mehrkosten verursacht. Man glaubt es ja kaum, aber es wurden insgesamt 24 Tonnen Beton unter der Treppe verbaut. Davon sieht man heute nichts mehr. Die Stufen sind wieder in der alten Ordnung aufgebaut, liegen aber nun waagerecht und mit engen Fugen. Dadurch ist die unterste Treppenstufe 10-15 cm höher gekommen.

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Der Vorplatz vor der Kirche wurde schließlich an die neu ausgerichtete Treppe angepasst, die Löcher, auf denen lange je ein Fähnchen stand, sind repariert und der ganze Platz planiert. Am 8. August wurden die Natursteinstufen mit Sandstrahl -Hochdruckreiniger von alten Belägen befreit. Das Verputzen der Kirchenwand bei der Treppe und schließlich das Verfugen der Stufen steht noch aus.

Die Kosten für den Weg zum Gemeindesaal, die Treppe und den Vorplatz beliefen sich insgesamt auf ca. 26.500 Euro. Damit ist das Baukonto fast wieder leer und wir werden noch eine Weile sparen müssen, um die Beleuchtung in der Kirche zu verbessern. Für zwei Leuchten haben wir bereits Spenden bekommen, und die Leuchten hängen auch schon, so dass man eine Idee bekommt, wie die Kirche ausgeleuchtet werden könnte, wenn noch acht Leuchten dazu kämen. Jede kostet ca. 700 Euro.

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Den Himmel in den Raum geholt

Wiedereröffnung des Gemeindesaals der Gemeinde Essen

Essen, 09.11.2015

Einen Tag des Dankes und der Freude beging die Gemeinde Essen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche am vergangenen Sonntag. Nach fünfmonatiger Bauzeit konnte sie zusammen mit vielen Gästen aus der Nachbarschaft den Gemeindesaal wieder seiner Bestimmung als gemeinsamer Treffpunkt übergeben. Anstatt gegen die Decke zu schauen kann man nun auf der einen Seite die Bäume und den Himmel sehen, und auf der anderen Seite die Kirche. Dazu wurde die Betondecke des Flachdachs aufgetrennt und ein 3x4 Meter großes Dachfenster eingebaut. So ist ein eleganter, lichtdurchfluteter Raum entstanden, der nun auch gut zu lüften ist. Er ist zwar kleiner als bisher, dafür hat die Gemeinde aber auf gleicher Ebene wie der Saal eine barrierefreie Toilettenanlage und eine gut durchdachte Küche erhalten.

Propst Klaus Pahlen dankte Architekt BDA Peter Brdenk für die Planung und Bauaufsicht, den ausführenden Firmen für ihre gute Arbeit und den Spendern für ihre großzügige finanzielle Unterstützung. Architekt Brdenk freute sich über die Wirkung der Umgestaltung und meinte, er habe wohl den Himmel in den Raum geholt. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) in Essen, Pfr. Lars Linder (FeG), wünschte der Gemeinde, dass Gott all ihr Tun in ihrem Haus mit seinem Geist durchdringe. Und die Gemeinde dankte Gott für seinen Schutz bei den Bauarbeiten und bat um seinen Segen für alle, die sich in diesem Haus versammeln und zum Dienst im Raum der Kirche zurüsten lassen. Die zahlreichen Grüße und guten Wünsche aus dem Raum der Kirche und Gesellschaft ließen für einen Moment vergessen, dass mit dem für den Umbau aufgenommenen Kredit noch eine gewaltige Aufgabe zu stemmen ist. Die Gemeinde sieht es als eine Investition in die Zukunft der Lutherischen Kirche in Essen.

 

 

Wo gehobelt wird, fallen Späne

Umbau des Gemeindesaals

Wenn es nur ein paar Späne gewesen wären… Anfang Juli haben die Bauarbeiten am Gemeindesaal damit begonnen, tonnenweise Steine, 10-12 Lagen Dachpappe und Schutt vom Dach zu holen. Bisher wurden 7-8 Container damit gefüllt und abtransportiert. Dann kamen die Betonschneider und sägten Stück für Stück (je 800 kg schwer) einen Ausschnitt von 3 x 4 m in die Betondecke (siehe Titelbild). Sinn und Zweck der aufwändigen Arbeiten ist, mehr Licht und Luft in den Gemeindesaal zu bekommen.

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Wir erinnern uns: der Saal hat keine Fenster, und sieben der neun Dachluken wurden vor etwa 10 Jahren wegen Undichtigkeiten entfernt und die Öffnungen im Dach permanent verschlossen. Somit gab es nur zwei kleine Öffnungen, durch die Tageslicht einfallen konnte. Ohne künstliche Beleuchtung war der Saal nicht zu gebrauchen.

Im Übrigen roch es immer muffig. Der Lüfter im Dach war schon seit langer Zeit funktionsuntüchtig. Jugendliche aus dem Bezirk erzählten mir, dass sie schon vor Jahren nicht mehr nach Essen kommen wollten. Unsere Räumlichkeiten seien für eine Jugendfreizeit ungeeignet.

Das wollen wir nun gründlich ändern. Eines Abends, nachdem die Arbeiter nach Hause gegangen waren, erlebte ich eine schöne Überraschung. Ich wollte die Türen kontrollieren, ob sie abgeschlossen waren. Da fiel mein Blick auf die beiden Schwingtüren im Gang zur Küche. Durch die Fensterscheiben schien Licht – bisher immer ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Gemeindesaal noch Licht brennt. Aber der Strom war abgeschaltet und die Neonröhren waren bereits entfernt! – Da dämmerte es mir und ich freute mich, dass durch die Öffnung im Dach nun ordentlich Licht in den Saal kommt.

Eine andere positive Überraschung war der Blick durch die neue Öffnung nach draußen. Zur einen Seite sieht man die Kirche mit ihren Buntglasfenstern. Und zur anderen schaut man ins Grüne und in den blauen Himmel. Das hatten wir noch nie! Ein ganz neues Raumgefühl. Und eine Verbindung nach draußen. Der Architekt Peter Brdenk meinte: „Jetzt haben wir den Himmel in den Pfarrsaal geholt.“

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Aber bisher haben wir nur das große, viereckige Loch im Dach. Und die Statiker eröffneten uns, dass das Dach jetzt zu leicht sei. Wir müssten dafür sorgen, dass über fünf Tonnen Gewicht wieder auf das Dach kämen, sonst könnten sich an anderen Stellen Risse bilden. Sie machten uns konkrete Auflagen, die wir erfüllen müssten. Sonst würden sie das Dach nicht genehmigen. Das verursachte zusätzliche Arbeit und Kosten. Ca. 6.000 Euro wird das Dach dadurch teurer. Mit dem Geld wurde eine Betonkante ringsherum gegossen. Und daneben sind tonnenweise Eisenprofile gelegt worden, die der übrigen Betondecke als Gegengewicht dienen. Am Ende sieht man davon nichts mehr, aber das nötige Gewicht ist da und das Dach genehmigt.

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Bevor am 31. Juli die Glasfenster wie ein Giebeldach über die Öffnung gesetzt werden, packt der Dachdecker eine 12 cm dicke Wärme-Isolierung aufs Dach. Und darauf kommt die endgültige Dachpappe, die den Saal vor Wind und Wetter schützt. Wenn das Dach dicht ist, fangen wir mit dem Innenausbau an.

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Ein Staketenzaun im Wohnzimmer

Umbau des Gemeindesaals - 2. Teil

Der 31. Juli war der Liefertermin für das Glasdach von Velux. Ein überdimensionaler Kranwagen fuhr in die Hofeinfahrt unseres Nachbarn zur Rechten. Der Kranbalken war lang genug, um über die Garagen hinweg auf das Flachdach des Gemeindesaals zu reichen. Auf der Straße vor der Einfahrt parkte ein großer LKW mit polnischem Kennzeichen. Er brachte vier Paletten Fenster und Zubehörteile aus Dänemark mit. Eine Palette nach der anderen wurde vom Kran angehoben, auf Kirchturmhöhe gehoben, gedreht und dann auf dem Garagendach abgesetzt. Es sah abenteuerlich aus.

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Der LKW machte die Straße wieder frei und fuhr fort. Der Kran blieb. Die Fensterelemente waren so schwer, dass sie nicht von Hand zusammengebaut werden konnten. Der Kran hievte eins nach der anderen millimetergenau an die vorgesehene Position. Die Dachdecker schraubten sie zusammen, bis sie zusammen ein Giebeldach über der 3x4 m großen Öffnung im Gemeindesaal bildeten. Alles passte – dank guter Vorarbeiten.

Mit einem Dach über dem Kopf konnten nun auch die Materialien für den Innenausbau angeliefert werden. Alles fing damit an, dass auf dem Fußboden ein paar Striche gezogen wurden. Sie deuteten an, wo einmal die Wände für die Toiletten stehen sollten. Was so harmlos begann, mauserte sich binnen weniger Tage zu einem Wirrwarr von Eisenprofilen vom Boden bis zur Decke. Es sah aus wie ein Staketenzaun im Wohnzimmer. Mit viel Geschick und Professionalität legten die Klempner die Rohre für Zu- und Abwasser und Heizung in die noch offenen Wände. Die Elektriker zogen hunderte Meter von neuen Kabeln an der Decke entlang. Es war bewundernswert, wie sie alle Anschlüsse, Lampen, Schalter und Steckdosen im Kopf hatten und jeweils mit dem Hauptschaltkasten verbanden.

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Nachdem alle Rohre und Kabel am „Staketenzaun“ in Position gebracht waren, wurden die Eisengestelle mit Rigips-Platten verkleidet. Und siehe da, es entstanden kleine Räume hinter der großen Wand, die den Toilettentrakt vom Gemeindesaal trennt. In Zukunft muss niemand mehr die Kellertreppe hinuntersteigen, um auf die Toilette zu gehen. Selbst ein Rollstuhlfahrer findet ohne Stufen ein „Örtchen“, in dem er bequem hin und her rollen kann.

Das Tageslicht ist eindeutig die stärkste Lichtquelle und lässt den „neuen“ weiß gestrichenen Gemeindesaal hell erstrahlen. In Abend- und Nachtstunden erhellen moderne LED-Leuchten den Saal. Es gäbe noch viele Details zu erwähnen, aber sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Schauen Sie doch einfach mal vorbei.

Die offizielle Eröffnung fand am 8. November 2015 nach dem Gottesdienst statt. Bis dahin war dann auch eine neue Küche installiert, die wir großzügigen Spendern zu verdanken haben.

Überhaupt sei allen Beteiligten für ihre großartige Zusammenarbeit gedankt, den Planern, Handwerkern und Spendern. Ich denke, wir haben nicht zu viel versprochen, und das Resultat kann sich sehen lassen. – Aber was rede ich, sehen Sie selbst. Vielleicht regt der Anblick Ihre Fantasie an, was man in dem „neuen“ Gemeindesaal alles gemeinsam machen kann. Vorschläge und neue Ideen werde ich sehr aufmerksam hören und bedenken.

                                                                                                                          Klaus Pahlen

 

Kirchturm-Sanierung: Fertigstellung und Ausblick

Im Mai haben sich die Arbeiter verschiedener Firmen die Klinke in die Hand gegeben. Selbst zu Zeiten, als Pastor Pahlen nicht im Haus war, gingen die Bauarbeiten weiter.

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In der Glockenstube wurden nacheinander alle Ecken des Kirchturms geöffnet, um einbetonierten Stahlträger frei zu legen und gegen verzinkte neue Träger auszutauschen. Anschließend wurden die Löcher wieder zubetoniert. Jetzt stimmt die Statik wieder und wir können uns darauf verlassen, dass die Turmspitze viele Jahrzehnte halten wird.

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Anschließend ist das Gerüst erweitert worden, einmal rings um den Turm herum in der Höhe des Gesimses. Das alte Zinkblech wurde abgenommen und durch ein Kupferblech ersetzt. Dazu haben die Handwerker eine Fuge in den Putz geschnitten und die Oberkante des Kupferblechs darin mit frischem Putz verankert. Bei der Gelegenheit wurden auch weitere Risse im Putz ausgebessert und eine neue Abdeckung auf dem Schornstein angebracht, damit das Regenwasser nicht wieder eindringt.

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Solange das Gerüst stand, haben andere Handwerker die Gelegenheit genutzt, um Teile des neuen Blitzableiters am Turm zu verlegen. Um bis hoch zur Turmspitze zu gelangen, immerhin in 37 m Höhe, wird in den nächsten Tagen ein Hubsteiger zum Einsatz kommen. Das ist ein LKW mit einem Ausleger und einer Gondel. Damit können die Handwerker ohne Gerüst in großer Höhe die nötigen Befestigungen anbringen. Zwei Blitzableiterkabel werden oben am Kreuz befestigt und bis unten hin geführt. Die Kirche und das Pfarrhaus haben auch entsprechende Kabel bekommen, so dass ein umfassender Schutz gewährleistet ist. Der Blitzableiter ist übrigens kein Luxus, sondern wird von der Bauordnung für öffentliche Gebäude vorgeschrieben.

Die Zugstangen im Turm wurden entrostet und gestrichen. Und die Holztreppe zur Empore ist vom Holzwurm befreit. Nun soll auf die Stufen wieder ein PVC Belag kommen. Des Weiteren müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das Dach vom Gemeindesaal dicht bekommen. Bei jedem Regen kommt das Wasser durch den Ventilatorschacht und durch noch unauffindbare Stellen am Durchgang zur Küche. Zur Untersuchung und Abdichtung wollen wir die Sommermonate nutzen.

Wenn es uns gelingt, weitere Sponsoren für die Denkmalpflege zu gewinnen, könnten noch andere Verbesserungen in Angriff genommen werden. Dazu gehören u.a. ein neuer Anstrich der Kirche (innen und außen), eine bessere Ausleuchtung der Kirche und des Gemeindesaals und eine behindertengerechte Toilette.

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Gefördert aus dem Denkmalförderungsprogramm des Landes NRW

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Kirchbauverein gründet ein Kuratorium

Architekt Peter Brdenk regte an, ein Kuratorium zu gründen, das der Gemeinde bzw. dem Kirchbauverein bei der Beschaffung der nötigen Geldmittel (Fundraising) unter die Arme greift. kp131016_008Am 26.11.2013 war es dann so weit. Herr Brdenk und Propst Pahlen luden zu einem ersten Treffen ein, bei dem das Kuratorium gegründet wurde. Als Vorsitzender des Kirchbauvereins kam Herr Friedrich Schlechter, als Vertreterin des Kirchenvorstandes Frau Ingrid Biallas. Und als erfahrenes Team, bereits bei der alt -katholischen Friedenskirche in Essen aktiv, kamen die Herren Dr. Johannes von Geymüller, Dr. Werner König, Dr. Ernst Kurz und Günther Seeböck. Wir sind besonders dankbar dafür, dass dieses Team uns ihre Expertise zur Verfügung stellt und bei der Erhaltung unseres Baudenkmals mitarbeitet. Das vorbildliche Engagement sollte auch uns Gemeindeglieder anstacheln, mit Rat und Tat bei diesem und anderen Projekten in der Kirche mitzuwirken.

Gerüst an der Westseite des Turms

 

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde!

Wir danken allen, die uns bereits finanziell unterstützt haben. Dadurch ist es uns gelungen, die Turmsanierung ohne Kreditaufnahme abzuschließen. Bleiben Sie uns gewogen und helfen Sie uns bitte, die denkmalgeschützte Kirche am Moltkeplatz zu erhalten.

Spenden für „Kirchbau“:
Empfänger: SELK-Gemeinde Essen
bei der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank):
IBAN: DE24 3506 0190 1014 7250 12, BIC: GENODED1DKD.

Spenden für „Denkmalschutz und –pflege“ (Kirche, Turm)
Empfänger: Kirchbauverein Moltkeplatz e.V.
bei der Sparkasse Essen:
IBAN: DE85 3605 0105 0008 1029 07, BIC : SPESDE3EXXX.

Schreiben Sie bitte Ihre Adresse in die Überweisung, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zustellen können.
Vielen Dank!

 

Ziele des „Kirchbauverein Moltkeplatz e.V.“

Am Freitag, 11.01.2013, wurde der "Kirchbauverein Moltkeplatz" gegründet. Die zwölf Gründer dieses Vereins sehen es als ihre Aufgabe an, den denkmalgeschützen Teil des Gebäudekomplexes (Kirche, Turm und Pfarrhaus) in seiner Einzigartigkeit zu bewahren.

Alleiniger Vereinszweck ist „Denkmalschutz und –pflege“ dieses ersten in Deutschland von Architekt Otto Bartning erbauten Gemeindezentrums. Wir danken den Gründern des Vereins für ihren selbstlosen Einsatz zum Erhalt der Gebäude, die zur Originalbebauung am Moltkeplatz in Essen gehören und sein historisches Erscheinungsbild seit 1910 mit geprägt haben.

Herr Friedrich Schlechter ist der erste Vorsitzende, Pfarrer Klaus Pahlen sein Stellvertreter und Herrn Jörg Krüger der Schatzmeister.

Wer daran interessiert ist, dem Verein beizutreten, darf sich gerne bei Pfarrer Klaus Pahlen melden (Email: pahlen @ selk.de ,  Tel. 0201 263394)

In der Präambel zur Satzung heißt es:

”Die Arbeit des Kirchbauvereins Moltkeplatz e.V. basiert auf der Tatsache, dass die Lutherische Kirche am Moltkeplatz (eingetragen als „Altlutherische Kirche“) seit dem 10.12.1987 als Baudenkmal anerkannt und geschützt ist. Sie wurde 1910 im Zuge der Erstbebauung des Moltkeviertels von dem Architekten und Kirchbaumeister Otto Bartning (Berlin) gebaut. Es war die erste von über 150 Kirchen, die er in Deutschland gebaut hat. Hier wurde eine kompakte Bauweise von Kirchraum, Turm und Pfarrhaus verwirklicht, wobei das Treppenhaus im Turm liegt. Die Kirche ist Teil der Originalbebauung am Moltkeplatz und prägt sein historisches Erscheinungsbild mit.

Nach der teilweisen Zerstörung am 11.03.1945 hat die Kirchengemeinde mit viel Eigenleistung den Kirchraum und das Pfarrhaus (z.T. verändert) wieder aufgebaut. Es war die erste zerstörte Kirche in Essen, die nach dem Krieg wieder in Gebrauch genommen wurde. Im Jahr 1961 kam ein Gemeindesaal hinzu. – Die Gründer dieses Vereins sehen es als ihre Aufgabe an, den denkmalgeschützen Teil des Gebäudekomplexes in seiner Einzigartigkeit zu bewahren.

 

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